Tagebuch einer Katastrophe
Michaela ist seit gut zehn Jahren mit dem Mann zusammen und auch verheiratet, der bis hierhin die Liebe ihres noch jungen Lebens ist und der gerade ihren kleinen, in diesem Moment lachenden Sohn in ihrem neuen Einfamilienhaus umsorgt, als es plötzlich knallt, sie panisch in die Küche läuft, ihren Mann auf dem Fliesenboden liegen sieht und von nun an nichts mehr so ist, wie es bis dahin war. Natürlich ruft sie einen Krankenwagen, natürlich wird ihrem Mann geholfen und natürlich kehrt der sehr bald und auf eigenen Wunsch aus dem Krankenhaus zurück. Was aber keineswegs bedeutet, dass er gesund ist, oder es je war. Denn immer mehr wird sichtbar, was sich als sein stetig dunkler werdendes Gemüt schon lange angekündigt hat, doch mit diesem Vorfall immer deutlicher zutage tritt, nämlich, dass Michaelas Ehemann schwer depressiv und auch suchtkrank ist. Eine ganze Welt, ein ganzes Leben bricht für die junge Mutter von nun an Stück für Stück auseinander, ohne dass ihre Welt aufhören wollte zu brechen. Immer wieder Notrufe, immer wieder Kranken-haus, Offenbarungen, schreckliche Erkenntnisse, ein Gefühl des Betrogen- und Alleingelassenseins und die folgerichtige Trennung, um sich und das Kind zu schützen. Und doch ist das alles nur der Beginn der Katastrophe.
